Kuchentratsch in München ist genau so ein Ort. Ein Café, das ganz anders ist als alle, die man sonst so kennt. Denn hier werden alle Kuchen original noch von Omas und Opas gebacken. Keine industrielle Backstraße. Keine anonymen Rezepte. Sondern echte Hände, echte Geschichten und ganz viel Lebenserfahrung.
Ein Café wie bei Oma am Küchentisch
Schon beim Reinkommen merkt man, dass hier etwas anders ist. Die Einrichtung ist gemütlich, warm, fast ein bisschen nostalgisch. Holztische, liebevolle Details, ein Ambiente, das eher an eine Wohnküche erinnert als an ein Stadtcafé.
Man sitzt da, mit Kaffee in der Hand, und es fühlt sich nicht nach Großstadt an. Es fühlt sich nach Zuhause an. So gemütlich, dass manche Gäste tatsächlich anfangen zu stricken, während sie ihren Kuchen genießen.
Die Idee hinter Kuchentratsch
Kuchentratsch wurde in München gegründet – mit einer klaren Mission:
Seniorinnen und Senioren aus der Isolation holen und ihnen eine sinnvolle Aufgabe sowie Gemeinschaft schenken.
Viele der Omas und Opas, die hier backen, haben nach der Rente plötzlich viel Zeit. Und oft auch das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden. Genau hier setzt das Konzept an. Die Seniorinnen und Senioren backen ihre eigenen Rezepte – Kuchen, die sie seit Jahrzehnten für ihre Familien gemacht haben. Und sie verdienen dabei auch noch etwas dazu.
Doch wie sie selbst sagen, spielt der finanzielle Aspekt nicht die Hauptrolle. Viel wichtiger ist die Gemeinschaft. Hier entsteht mehr als nur Kuchen. Hier entsteht Verbindung.
Live in die Backstube schauen
Das Besondere ist nicht nur, dass hier Omas und Opas backen. Man kann ihnen dabei sogar zuschauen. Während wir dort waren, haben wir Paula kennengelernt. Paula ist von Anfang an mit dabei und bereitet gerade die Kuchen für den Verkauf vor. Mit ruhiger Hand, konzentriert und voller Erfahrung.
Hilde durften wir beim Schokokuchen Backen über die Schulter schauen. Während sie Teig rührte, erzählte sie uns, wie lange sie schon dabei ist. Man spürt sofort, dass hier nicht einfach nur gearbeitet wird. Hier wird mit Stolz gebacken.
Und jetzt stellt euch diese Kuchenauswahl vor. Eine Theke voller Torten, Blechkuchen, Klassiker. Es ist fast wie ein kleiner Fiebertraum aus Streuseln, Schokolade, Kirschen und Mürbeteig.
Wir haben uns für eine schokoladige Variante und einen Kirschkuchen entschieden. Beide waren eine klare 10 von 10. Nicht übertrieben fancy. Nicht künstlich perfekt. Sondern genau so, wie Kuchen schmecken sollte.
Mehr als nur ein Café
Kuchentratsch ist nicht nur ein Ort für Kaffee und Kuchen. Es ist ein soziales Projekt. Ein Ort, an dem sich ältere Menschen weniger alleine fühlen. Ein Ort, an dem man merkt, wie wertvoll Erfahrung ist.
Alle Rezepte stammen von den Omas und Opas selbst. Es sind ihre eigenen, oft über Jahrzehnte perfektionierten Familienrezepte. Und wenn man einen Kuchen zum Mitnehmen bestellt oder ihn sich von den sogenannten Lieferopis nach Hause bringen lässt, bekommt man sogar ein kleines Portrait dazu. Damit man weiß, wer den Kuchen mit Liebe gebacken hat.
Diese Transparenz und Persönlichkeit macht das Ganze so besonders.
Wo ist Kuchentratsch?
Das Café befindet sich in München auf der Theresienhöhe im Westend.
Die genaue Adresse, aktuelle Öffnungszeiten und weitere Informationen findet ihr direkt auf der offiziellen Website von Kuchentratsch.
Geöffnet ist das Café in der Regel unter der Woche sowie am Wochenende tagsüber – perfekt für eine gemütliche Nachmittagsauszeit. Da sich Öffnungszeiten ändern können, lohnt sich ein kurzer Blick online vor dem Besuch.
Warum man diesen Ort besuchen sollte
In einer Stadt wie München, in der vieles schnell, modern und durchgestylt ist, ist Kuchentratsch ein Gegenpol. Hier geht es um Zeit. Um Geschichten. Um echtes Handwerk.
Man sitzt dort, trinkt Kaffee, schaut vielleicht durch die Scheibe in die Backstube und merkt, dass man gerade an einem Ort ist, der mehr Bedeutung hat als nur guten Kuchen zu servieren.
Und genau solche Orte lieben wir.
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