Reisen mit Hund

Tipps, wie ihr Ferien mit Hund genießen könnt

6 Minuten

Im Januar 2023 sind wir das erste Mal mit unserem Hund Paul verreist. Am Anfang waren wir sehr aufgeregt, weil wir mit Hund natürlich mehr für die Reise nach Italien vorbereiten mussten als ohne. Ehrlich gesagt, hätten wir nicht gedacht, dass die Anfahrt & die Ausflüge mit Paul so entspannt werden und Südtirol ungemein hundefreundlich ist. In diesem Beitrag erfahrt ihr, was ihr beim Reisen mit Hund beachten solltet.

Reisen mit Hund Wichtige Dokumente

Das wichtigste Dokument, wenn ihr mit eurem Hund – vor allem ins Ausland – verreist, ist der EU-Heimtierausweis. Er wird vom Tierarzt ausgestellt und enthält Informationen über den Tollwut-Impfschutz und die Registrierung des Hundes durch einen Mikrochip. Wir empfehlen euch, ein paar Wochen vor der Reise zu eurem Tierarzt zu gehen, um weitere Tipps zu erhalten und den Gesundheitszustand eures Hundes zu checken. Schließlich ist jede Rasse und jeder Hund anders.

Bei einer Reise in ein Nicht-EU–Land solltet ihr euch gut über die Wiedereinreisebestimmungen in die EU informieren. Einige Länder verlangen bei der Einreise einen Antikörpernachweis für Tollwut.

Reisen mit Hund

Equipment für die Reise

Was ihr nicht vergessen solltet, wenn ihr mit eurem Vierbeiner unterwegs seid:

  • 2 Hundemarken mit der eigenen Adresse und Telefonnummer und eine mit der Urlaubsadresse
  • Hundeleine: kurze Leine und Schleppleine
  • Hundebett zum Schlafen
  • Hundedecke: am besten vorher nicht waschen, damit euer Hund gewohnte Gerüche um sich hat
  • Handtücher für dreckige Pfoten und nasses Fell
  • Wasser- und Futternapf
  • EU-Heimtierausweis
  • Kopie einer Hundeversicherung (falls ihr eine habt)
  • Kotbeutel
  • Zeckenzange: vor allem, wenn ihr viel in der Natur seid
  • Hundefutter: am besten das von zuhause
  • Spielzeug: in unserem Fall Kuscheltier Olaf
  • Leckerlis
  • Maulkorb: für z.B die Seilbahn oder öffentliche Verkehrsmittel

Eine gute Vorbereitung macht das Reisen mit Hund so viel einfacher.

Art der Anreise

Wir sind mit Paul nach Südtirol mit dem Auto gefahren. Mit den öffentlichen Verkehrsmittel wäre es sicher auch möglich gewesen, allerdings wollten wir flexibler sein, was Pausen betrifft, vor allem weil es unsere erste Reise mit Hund war & es sich ja doch auch um eine etwas längere Strecke handelte. Von einer Anreise mit dem Flugzeug würden wir euch eher abraten, da es für die Tiere eine echte Qual ist, denn es ist ihnen nur schwer möglich, sowohl den Druck, als auch die Temperatur oder Geräusche im Flugzeug ausgleichen. Das Beste was ihr hierbei für euren Vierbeiner machen könnt, ist, ihn zuhause betreuen zu lassen. So haben wir es auch immer gemacht (dadurch, dass Paul ohnehin unser Familienhund ist, der von gleichen Teilen von Lisa’s Eltern betreut werden, war das auch nie ein Problem bei uns), wenn wir mit dem Flugzeug oder der Bahn auf Reisen waren. Das erspart nicht nur eurem Hund viel Stress, sondern auch euch.

Equipment für die Anreise

Diese Dinge haben unsere Autofahrt entspannter gemacht:

  • Wasserflasche für unterwegs
  • Leckerlis: aber vielleicht nicht allzu viele – nicht, dass euer Hund sich am Ende noch übergeben muss
  • Hundedecke fürs Auto mit gewohntem Geruch
  • Spielzeug zur Beschäftigung

Sicherung im Auto

Wie wir Menschen müssen auch Hunde im Auto gesichert werden. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  1. Trenngitter und Gitterboxen für den Kofferraum
  2. Auto-Geschirre und Gurtsysteme von doggysafe
  3. Transportbox: im Fußraum oder Kofferraum (zusätzliche Sicherung mit Gurten ist dringend notwendig)

Diese 3 Möglichkeiten sind mit die Sichersten, um einen Hund zu transportieren, egal ob auf Kurz- oder Langstrecken.

Reisen mit Hund

Tipps für die Autofahrt

Wenn ihr mit eurem Hund lange Strecken fahrt, sind ausreichend Pausen auf jeden Fall Pflicht. Jeder Hund ist anders, aber im Durchschnitt solltet ihr alle 1,5 – 2 Stunden einen (kurzen) Spaziergang machen, damit alle Energie tanken können. Vermeidet zu lange Autofahrten und plant stattdessen lieber ein der zwei Zwischenübernachtungen ein, um weder eure Fellnase, noch euch selbst zu stressen.

Außerdem gilt es zu bedenken, dass bei kalten und heißen Temperaturen der Hund nicht allzu lang im Auto verbleiben kann – ausser ihr fahrt einen Tesla, denn alle Teslas verfügen über einen integrierten Hundemodus (den sogenannten „dogmode“), der unter Anderem dafür sorgt, dass die Klimaanlage nach Verlassen des Autos nicht deaktiviert und eine angenehme Temperatur gehalten wird. Auf die Gefahr hin, dass Passant:innen die Polizei rufen, weist eine Anzeige auf dem zentralen Display darauf hin, dass der Innenraum klimatisiert ist und der/die Fahrer:in umgehend zurückkehrt. Außerdem gibt es eine Kameraüberwachung im Auto & es besteht auch die Möglichkeit, seinem Vierbeiner eine Nachricht einzusprechen und diese dann abspielen zu lassen.

Reiseapotheke

Wenn euer Hund zum Zeitpunkt der Reise spezielle Medikamente einnehmen muss, plant am besten genügend Vorrat ein. Bei Hunden, die eher selten Auto fahren und somit nicht daran gewöhnt sind, kann es öfter zu einer Reiseübelkeit kommen. Seid darauf gut vorbereitet oder haltet im Zweifelsfall vorab Rücksprache mit dem/der Tierarzt/Tierärztin.

Unterkunft mit Hund

Dieser Punkt erwies sich tatsächlich einfacher als gedacht. Auf Buchungsplattformen wie Airbnb oder Booking lässt sich nämlich anhand der Suchoptionen filtern, ob Haustiere erlaubt sind. Zusätzlich gibt es verschiedene Hundereiseseiten, die eine große Vielzahl an Unterkünften aufgelistet haben. In der italienischen Gemeinde Lana wurden wir jedenfalls fündig und haben unsere Zeit in Südtirol in einem wunderschönen Apartment verbracht.

Hund alleine lassen

Genauso wie es zu Hause für Hunde wichtig und gesund ist, auch alleine sein zu können, ist es das auch im Urlaub oder auf Reisen. Es kommt natürlich stets auf den Hund an und hierbei lässt sich wohl nur schwer verallgemeinern und am Ende ist es wichtig, dass jede:r selbst für sich & sein Tier entscheidet, was gut funktioniert. Nachdem wir nach ein paar Tagen das Gefühl hatten, dass Paul sich wohl fühlt und wir ihm zugetraut haben, auch alleine bleiben zu können & das ohne, dass er bellt oder Radau macht, haben wir uns abends mal für 1,5 Stunden in die Sauna im Nachbarort „getraut“ und es hat wirklich gut geklappt. Auch beim Einkaufen hatten wir ihn in der Unterkunft gelassen oder wenn wir mal ins Restaurant gegangen sind. Ansonsten stellten wir uns allerdings von Anfang an darauf ein, dass unser Urlaub auch überwiegend den Ansprüchen unseres Hundes gerecht wird und somit waren wir viel in der Natur unterwegs oder planten eher Ausflüge, bei denen wir ihn mitnehmen konnten.

Reisen mit Hund

Italien mit Hund

Bella Italia hat uns mit seiner Hundefreundlichkeit wirklich überrascht. Es gibt in Südtirol zahlreiche Auslaufplätze, wo ihr euren Hund auch ohne Leine rennen lassen könnt. Paul durfte sogar mit in die Gondel (mit Maulkorb) und in Bozen war er selbst im Restaurant und im Kleidungsgeschäft erwünscht. Wir fühlten uns durch ihn in keiner Situation eingeschränkt, was es sehr schön für uns gemacht hat, zu dritt unterwegs zu sein.

Unser Fazit

Auch diesmal hätte die Reise nach Südtirol nicht schöner sein können – und wir hätten uns wahrscheinlich keinen besseren Ort für den ersten Urlaub mit Hund vorstellen können. Vielleicht konnten wir euch ja auch inspirieren, euren Vierbeiner auf die nächste Reise mitzunehmen und gemeinsam mit ihm unvergessliche Momente zu erleben! Habt ihr vielleicht noch weitere Ratschläge, die das Reisen mit Hund erleichtern?

Tags

Beitrag teilen

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

SOCIAL MEDIA

Folgst du uns schon auf Instagram?

Weitere Posts

MIT FAIRGNÜGEN REISEN

Unser Buch

Wie erlebe ich kleine und große Abenteuer direkt vor meiner Haustür? Muss ich auf Flugreisen verzichten? Und was, wenn der Traumstrand damit unerreichbar wird?

UNSER NEWSLETTER

Trage dich ein und bleibe auf dem Laufenden

[mc4wp_form id="1330"]